Wie oft sollte ein Intervall-Hypoxie-Training im Optimalfall wöchentlich durchgeführt werden?

von | Nov 24, 2022 | Archiv, Fragen, Praxis | 0 Kommentare

Die Trainingshäufigkeit wird am Gesundheitszustand des Patienten orientiert. Aber auch seine angestrebten Vorstellungen und Ziele sollten bei der wöchentlichen Planung berücksichtigt werden.

Bei einigen Indikationen werden für ein Intervall-Hypoxie-Training drei Einheiten pro Woche empfohlen, bei anderen sind es nur zwei. Mit zwei Anwendungen wöchentlich kann man nicht viel falsch machen. Wichtig ist nur, dass nach Möglichkeit immer ein Tag zwischen den Trainingseinheiten vergeht. Bei Patienten mit chronischen Krankheiten sollten mindestens zwei Tage Pause eingeplant werden.

Eine Ausnahme bildet das russische Protokoll. Bei dieser Sonderform des Intervall-Hypoxie-Trainings wird an fünf Tagen hintereinander ein sanftes Hypoxie-Training durchgeführt und dann nach zwei Tagen Pause fortgesetzt. Der Sauerstoffanteil in der Atemluft während der Hypoxie-Phase sollte etwas höher liegen als bei einem normal geplanten Training mit Unterbrechungen zwischen den Einheiten.

Neben den wöchentlichen Trainingseinheiten hängt der Trainingserfolg auch von der Anzahl der Trainingseinheiten im gesamten Verlauf ab. Denn wie oft ein Intervall-Hypoxie-Training durchgeführt werden muss, damit es seine komplette Wirkung entfalten kann, richtet sich nach dem Gesundheitszustand des Patienten sowie nach dem Anlass und Zweck des Trainings.

Tipp: Eine Tabelle zur Trainingshäufigkeit und Trainingsumfang bei verschiedenen Indikationen, befindet sich in meinem Praxisbuch auf Seite 54. Hier gebe ich auch Empfehlungen für ein Intervall-Hypoxie-Training bei Rehabilitationsmaßnahmen, nach Operationen oder akuten Krankheitsgeschehen, wie z. B. nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall, sowie zur Vorbereitung von geplanten OPs.

Das könnte Sie auch interessieren:

Zum Abgewöhnen: Schlechte Atemangewohnheiten


0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Laktatmessung als IHT-Kontrolle

Intervall-Hypoxie-Trainings (IHT) wirken positiv auf die Mitochondrien. Der Basislaktat-Wert eignet sich zur Bewertung der Effizienz des Trainings. Eine Studie liefert Anhaltswerte für die Anwendung der Laktatmessung in der IHT-Praxis. Das IHT verbessert die...

Kohlendioxid ist wichtiger als gedacht

Bei vielen Menschen könnten die Mitochondrien mehr Energie produzieren - wenn die Atemweise angepasst würde. Häufig liegt ein Energiemangel nicht an zu wenig Sauerstoff im Blut, sondern an zu wenig Kohlendioxid. Jeder möchte mehr Energie haben. Die Mitochondrien haben...

IHT bei Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen wird in den meisten Fällen lediglich eine symptomatische Behandlung durchgeführt. Ein Intervall-Hypoxie-Training (IHT) kann als ganzheitliche Methode zur Vorbeugung und Linderung der Symptome empfohlen werden. Die ersten Anzeichen des Frühlings wecken...

Kinder und IHT

Für Kinder ist ein Intervall-Hypoxie-Training (IHT) ebenso möglich wie für Erwachsene. Bei vielen Krankheiten, wie z. B. chronische Erschöpfung, hilft ein IHT auch Kindern. Wissenschaftliche Studien zum IHT mit Kindern gibt es allerdings nur bei der Behandlung von...

Arginin und IHT

Die Gabe von Arginin und ein Intervall-Hypoxie-Training (IHT) wirken günstig auf den Aufbau und die Regeneration von Muskeln. Eine Studie bietet Fakten, wie Sportler und Patienten mit Gefäßkrankheiten von der Kombination Arginin und IHT profitieren können. Es gibt...


Neuste Blogbeiträge
IHT bei Heuschnupfen

IHT bei Heuschnupfen

Bei Heuschnupfen wird in den meisten Fällen lediglich eine symptomatische Behandlung durchgeführt. Ein Intervall-Hypoxie-Training (IHT) kann als ganzheitliche Methode zur Vorbeugung und Linderung...

mehr lesen