Dr. med Egor Egorov

Mein Weg zur Hypoxie

Dr. med. Egor Egorov

Schon während meines Medizinstudiums in Russland haben mich die Physiologie-Vorlesungen am meisten fasziniert. Ich wollte die Zusammenhänge verstehen, wie der Körper als Organismus funktioniert. Wahrscheinlich war dieses frühe Interesse auch der Grund, warum ich die Fachrichtung Innere Medizin gewählt habe.

Schon mit Anfang 20 bekam ich eine Assistenzstelle an einem Lehrstuhl für Innere Medizin. Vorlesungen zu halten, gehörte zu meinen vielen Aufgaben. Trotz dieser medizinischen Bilderbuchkarriere in Russland zog ich 1990 nach Deutschland, um dort noch einmal zu studieren. Ich machte den Facharzt für Anästhesie und bekam eine Festanstellung in einem Krankenhaus in Wilhelmshaven.

Im Jahr 2000 kündigte ich meinen unbefristeten Arbeitsvertrag im Krankenhaus. Ich wollte einfach keine Medizin mehr machen, die im Krankenhaus beginnt. Auch wurde mir immer klarer, dass sich chronische Krankheiten mit Pillen und Spritzen kaum heilen lassen. Der Körper kann nur aus eigener Kraft gesund werden. Diese Unterstützung zur Heilung wollte ich meinen Patienten in Zukunft geben.

Es begannen für mich Jahre der Fortbildung im In- und Ausland. Ich tauchte in eine ganz andere Welt der Medizin ein. Ich löste mich immer mehr von der über viele Jahre praktizierten Reparaturmedizin. Die Frage, ob krank oder gesund, wird nicht von Medikamenten entschieden, sondern von Billionen von Körperzellen. Von ihnen hängt es ab, wie viel Energie der Körper zum Leben und natürlich auch zur Heilung hat.

2003 machte ich mich mit der ersten Privatsprechstunde für Männermedizin in Norddeutschland selbstständig. Das „starke Geschlecht“ hatte damals einen eher schwachen Stand, was typische männliche Probleme jenseits der 50 betraf. Schon 2005 folgte der Umzug nach Berlin. Zusammen mit dem Arzt und Biologen Dr. Bernd-Michael Löffler eröffnete ich eine Privatpraxis für ganzheitliche biologische Medizin, das Institut IPAM.

Die erste Zeit behandelte ich meine Patienten hauptsächlich mit natürlichen und naturidentischen Stoffen wie Vitaminen, Mineralien und Hormonen, bis ich 2009 durch Zufall über eine physikalische Methode stolperte, die mein Leben und Schaffen bis heute prägt: Die Behandlung mit sauerstoffreduzierter Luft, das Hypoxie-Training.

Mittlerweile beteilige ich mich als Co-Autor an Hypoxie-Studien zu Fettstoffwechselstörungen, Vorstufen von Diabetes und Alzheimer. Bis heute unterstütze ich die Hypoxie-Forschung am Bogomoletz Institut für Physiologie in Kiew unter der Leitung von Professorin Tetiana Serebrovska.

Für die Erforschung der Hypoxie und Finanzierung von Studien gründete ich den Verein InterHypox. Über ihn werden Aus- und Weiterbildungen angeboten, um das Hypoxie-Training weiter zu etablieren. Die Einnahmen werden zur Unterstützung von wissenschaftlichen Studien verwendet.

Mein Interesse an dieser einzigartigen Therapiemethode ging so weit, dass ich sogar begann, mich mit der Entwicklung von Hypoxie Geräten zu beschäftigen. Ich wurde einer der Gründer von Cellgym. Heute bin ich noch als wissenschaftlicher Berater in diesem Bereich tätig.

Meiner Berufung als Arzt folge ich nach wie vor. Der Kontakt zu meinen Patienten und die Erkenntnisse aus dem Praxisalltag sind mir wichtig für die Forschung sowie für die Entwicklung von neuen Therapie- und Schulungskonzepten. Denn ich sehe es auch als meine Aufgabe an, Kollegen diese natürliche Methode zur Wiederherstellung des Zellstoffwechsels näherzubringen.

Als Referent nehme ich weltweit an Seminaren, Kongressen und Symposien teil und biete eine Reihe von Webinaren, Schulungen und Büchern an. In Berlin und Köln biete ich Privatsprechstunden (externer Link) an.