Hypoxie ist der Fachbegriff für Sauerstoffmangel. Je nachdem wie lange die Mangelsituation anhält, kann sie förderlich oder schädlich für den Körper sein.

Die Vorstellung, einen Mangel an Sauerstoff zu erleben, löst bei vielen Menschen Ängste aus. Dabei geschieht es häufiger, als es vielen bewusst ist. In einer milden Form, ist es sogar etwas ganz Natürliches und Gesundes.

Ein latenter Sauerstoffmangel entsteht beispielsweise, wenn es körperlich anstrengend wird. Der Körper reagiert sofort auf die ersten Anzeichen. Um die Sauerstoffversorgung für die Organe so lange wie möglich zu sichern, erhöht er die Atem- und Herzfrequenz. Im besten Fall nimmt er die Mangelsituation zum Anlass für Verbesserungsmaßnahmen, um zukünftig für Anstrengungen besser vorbereitet zu sein.

Die Sauerstoffsättigung als Hypoxie-Maß

Die Sauerstoffsättigung im Blut kann mit einem Pulsoxymeter schmerzfrei und unblutig gemessen werden. Normalerweise ist das Blut mit 96 bis 98 Prozent Sauerstoff gesättigt. Fällt der Wert darunter, beginn der Körper innerhalb von Sekunden mit seinen Gegenmaßnahmen. Mit sehr viel Anstrengung kann man beim Sport etwa 93 Prozent Sauerstoffsättigung im Blut erreichen, dies aber nur maximal eine Minute durchhalten. Mit einem Hypoxie-Training sind ohne große Anstrengung deutlich tiefere Werte möglich. Eine Absenkung auf 90 bis 80 Prozent Sauerstoffsättigung im Blut gilt immer noch als sicherer Bereich.

Wie schnell ein Mensch auf eine Hypoxie reagiert, ist individuell ganz verschieden und lässt sich nicht voraussagen. Es gibt Menschen, die besser mit veränderten Luftverhältnissen umgehen können als andere. Deshalb ist wichtig, vor einem Hypoxie-Training einen Test zu machen. Mit ihm kann bestimmt werden, welche Sauerstoffreduzierung am wirkungsvollsten für den Anwender ist und welche ihm schaden könnte.

Kontrollierte und unkontrollierte Hypoxie

Ein Hypoxie-Training löst einen kontrollierten Sauerstoffmangel aus. Die Dauer und Tiefe der Hypoxie werden so auf die Bedürfnisse des Anwenders abgestimmt, dass sie eine positive Wirkung im Körper auslöst. Das Gegenteil passiert bei einer Schlafapnoe. Die nächtlichen Atemaussetzer führen im Körper zu einer unkontrollierten Hypoxie. Je nach Dauer und Tiefe entstehen durch den Sauerstoffmangel Schäden im Körper.